|

|
|

|
|
Wenn zu bestimmten
Anlässen lebende Kaninchen auf dem Wunschzettel stehen, sollte diesem Wunsch
nicht gleich Folge geleistet werden.
Verschiedene
Faktoren müssen erst geklärt werden: ist da genug Platz, kann das Kaninchen
artgerecht gehalten werden, ist es vielleicht nur eine Laune weil der Nachbar
usw. auch ein Kaninchen hat, stimmt die Futtergrundlage u. a.
Es ist immer
traurig, wenn die Tiere sich gerade eingewöhnt haben, um dann die gewohnte
Umgebung wieder zu verlassen und im Tierheim zu landen. Auch Kaninchen haben ein
Gefühl und eine Seele.
Noch eins ist
sehr wichtig, wer kein Hausbesitzer ist, sollte in punkto Tierhaltung erst mit
dem Vermieter über sein Vorhaben reden.
Auch in jedem
Schrebergarten dürfen leider keine Kaninchen gehalten werden. Hier gilt
auch, erst Fragen, bevor man sich Ärger und Unannehmlichkeiten einhandelt.
Wir sind der
Meinung, das es endlich an der Zeit ist, in Wohngebieten ( Siedlungen ) mit
Eigenheimen und auch in jedem Schrebergarten die Kleintierhaltung erlaubt wird.
Die Vereine
würden lange nicht so veraltern, wenn eine solche Genehmigung vorhanden ist.
Kleintierhaltung
ist nach geleisteter Arbeit Balsam für die Seele und Entspannung für den
Menschen. Auch hält Kleintierzucht lange fit und gesund.
Hier sind die
Behörden und Gesetzgeber zum Umdenken gefordert.
Wie wird immer
so schön behauptet, ( jeder Mensch hat das Recht sich frei zu Entfalten ),
dieses gilt aber scheinbar nicht für die Kleintierhaltung!
Wir glauben,
mit dieser persönliche Meinung, vielen Tierfreunden aus der Seele gesprochen zu
haben.
|
|
|

|
|
Ein großes
Problem sind bei den Kaninchen oftmals die wunden Läufe. Der Anfang sind, das
sich an den Hinterläufen warme und schmerzhafte Stellen befinden. Kommt man mit
dem Finger auf solch eine Stelle, zuckt das Kaninchen zusammen. Weiter geht es
dann mit Haarausfall, kleine offene ovale Wunden die später verschorfen. Die
Verschorfung bekommt nach gewisser zeit Risse und dann fängt die Stelle zu
Sickern an.
Die Kaninchen
können auf Grund der Schmerzen nicht richtig Auftreten und Fressen auch nicht
richtig.
Der Grund für
diese Sache kann viele Ursachen haben: zu glatter oder rauer Unterboden, zu
große Maschen in den Rosten ( Rostenhaltung ) feuchte oder nasse einstreu u.v.m.
Peinlichste
Sauberkeit in den Buchten und ganzem Stall ist hier angesagt.
|
|
|

|
|
Es ist uns
allen bekannt, dass unsere Kaninchen während des Transportes in den seltensten
Fällen trinken oder Fressen. Um aber dem Tierschutzgedanken gerecht zu werden,
ist dafür Sorge zu tragen, dass Futter - und Tränkemöglichkeiten im Transport
vorhanden sind.
Außerdem ist
unbedingt darauf zu achten, dass artgerechte Transportkisten benutzt werden.
Unabhängig
davon besteht weiterhin die Regelung, dass nicht abgesetzte Jungtiere nur mit
der Häsin befördert werden dürfen.
Mit der
Einhaltung der Mindestmaße ist es allerdings noch nicht getan.
So ist es
verboten, kranke oder verletzte Kaninchen zu befördern. Dies gilt natürlich
nicht für einen Transport der Tiere zur tierärztlichen Behandlung oder wenn
der Transport aufgrund einer tierärztlichen Anweisung zu diagnostischen Zwecke
erfolgt.
Während des
Transportes muss sichergestellt werden, dass alle Tiere in ihrer natürlichen
aufrechten Haltung befördert werden können.
Wird während
des Transportes ein Tier krank oder verletzt sich, so hat der Beförderer
unverzüglich eine Notbehandlung durchzuführen oder zu veranlassen. Soweit es
notwendig ist, müssen die Tiere sogar unter Vermeidung von Schmerzen oder
Leiden getötet werden.
|
|
|

|
|
Kaninchen
sollen trocken untergebracht sein und brauchen viel frische Luft . Immer
für trockene und gute Einstreu sorgen sowie keinem Durchzug aussetzen, da sie
leicht einen schnupfen bekommen . Auch täglich frisches Wasser ist sehr wichtig
. Vor Ungeziefer und streunenden Hunden schützen . Darauf achten, das den
Kaninchen kein Leid bzw. Schmerz zugefügt wird . Die Tiere dürfen auch nicht
gequält werden.
|
|
|

|
|
Das fühlen,
ob die Häsin trächtig ist, kann nicht jeder Kaninchenhalter - oder Züchter.
Es gibt aber eine Methode, wo nach der Züchter dieses feststellen kann. Sie
heißt Wiegen, regelmäßiges Wiegen nach dem Deckakt, gibt Aufschluss ob die
Häsin trächtig ist oder nicht. Spätestens in der dritten Woche nach dem
Deckakt kann der Züchter / Halter dies feststellen. Dieses Wiegen muss in
regelmäßigen Abständen erfolgen.
|
|
|
 |
|
Unter einer
Wamme, siehe
versteht
man einen Fettansatz unterhalb des Kopfes, und Rumpf des
Tieres. Selbstverständlich ist, dass der Rammler weder einen Wammenansatz
noch eine Wamme aufweisen dürfen. Bei den Häsinnen liegt dies erheblich
anders. Ist eine Wamme vorhanden, so wird der Züchter vor ein großes Problem
gestellt. Glaubt er den Versprechungen der Verkäufer sog. "
Wammenscheren " und beseitigt eine entsprechende Wamme bzw. einen
Wammenansatz, so macht er sich zweifelsfrei einer Täuschung schuldig. etwas
anders sieht es aus, wenn man bei besonders guten Fellträgern den
vorgeschobenen Haarkranz etwas ausdünnt. Diese Tier hat keine Wamme, sondern
schiebt infolge der Felldichte einen Haarkranz. Wenn man hier vorsichtig
hantiert und eine Ausdünnung vornimmt, so stellt das mit Sicherheit keinen
Betrug dar. Der vorgeschobene Haarkranz wird seitlich vorsichtig weggezogen,
so dass keinerlei Kahlstellen entstehen. Die dazu notwendige Übung erlangt
man am besten durch entsprechendes Training mit Tieren, die nicht ausgestellt
werden.
|
|
 |
|
Es ist
unbedingt erforderlich, dass der soeben gesetzte Wurf sofort nachgesehen wird.
Eine solche Nestkontrolle ist aus verschiedenen Gründen nötig.
Zunächst
überzeugen wir uns von der Zahl der geworfenen Jungtiere. Hat die Häsin etwa
6 Jungtiere gesetzt, so haben wir im allgemeinen auch die Gewähr, dass sie
diesen ausreichend Lebenskraft und gute Körperverfassung, (Konstitution)
mitgegeben hat und sie auch gut aufziehen wird. Ältere kräftige Häsinnen
ziehen bis zu 12 Jungtiere auf, jedoch sollte man auf keinen Fall mehr als 8
Jungtiere belassen. Als Regel mag gelten: Anzahl der Saugwarzen gleich Anzahl
der Jungtiere. Auch hier ist Voraussetzung, dass der Züchter gut füttert und
aller bestens pflegt.
Sehr wichtig
ist, dass die Jungtiere gleich nach dem Werfen gesäugt werden. Die erste
Milch ist von größter Bedeutung (Kolostralmilch), da das Kolostrum das so
genannte Darmpech aus dem Darm beseitigt und den Darm freimacht für die
Ernährung. Schwierig ist es natürlich, wenn die Häsin ihren Züchter mit 10
- 14 Jungen beglückt, denn einzelnen Junge bekommen mitunter noch nicht
hinreichend Nahrung und die Häsin wird dann auch während einer normalen
Säugezeit von 10 - 12 Wochen meist sehr geschwächt uns sehr mager. Wenn eine
Amme da ist, gebe man ihr Junge.
Man tut gut
mehrere Häsinnen gleichzeitig decken zu lassen, dann kann man leicht einen
Ausgleich zwischen zu kleinen und zu großen Würfen schaffen. Anderseits kann
man bei dieser Gelegenheit auch leicht Kaninchenhalter für die Rassezucht
gewinnen, indem man ihnen die überzähligen Jungtiere gibt, damit sie diese
von ihren Kreuzungstieren aufziehen lassen, falls diese gleichzeitig geworfen
haben.
Am besten
erfolgt diese Unterlegen der Stiefkinder einige Stunden vor dem Säugen, da
die Jungtiere dann inzwischen den Nestgeruch angenommen haben und die
Stiefmutter den Betrug gar nicht merkt. Je früher dieses Unterlegen erfolgt,
desto besser ist es. Es gibt aber auch Häsinnen, die noch vier Wochen alte
Jungtiere annehmen und brav aufziehen. Andere Häsinnen dagegen zerstören und
verschmutzen das Nest, sobald sie diesen Betrug bemerken, sie kümmern sich
dann auch um ihre eigenen Jungen nicht mehr, geschweige denn um ihre
Stiefkinder. Man beachte dabei, dass nach Zigarettenrauch oder parfümierter
Seife riechende Hände nicht in das Nest fassen sollen. Beim Herausnehmen der
Häsin fahre man in einige Male durch das Fell, das hilft viel störenden
Geruch beseitigen.
Bei der
Nestkontrolle der nächsten Tage achten wir besonders darauf, ob die Jungen
gesäugt sind. wenn sie voll und prall sind, ist alles bester Ordnung. Sind
sie aber dünn und die Haut ist runzelig, dann legen wir die Jungen
nacheinander einzeln an die Saugwarzen, indem eine Hilfsperson die Häsin so
auf den Schoß nimmt, dass sie auf dem Rücken liegt und mit den Hinterbeinen
nicht schlagen und kratzen kann. Diese Nachhilfe ist zuweilen bei
Erstlingshäsinnen erforderlich. Beim Ansaugen der Jungen empfindet die Häsin
Schmerzen und reißt sich von den Jungen los. Sind aber die Saugwarzen erst
Durchgezogen, dann werden auch die Erstlingshäsinnen ohne weiteres ihren
Pflichten nachkommen.
In der
Nachfolgenden Zeit wird eine Nestkontrolle immer seltener erforderlich sein.
In der Regel genügt schon ein Blick in das aufgedeckte Nest. Jedenfalls darf
die Nestkontrolle keineswegs in eine Belästigung ausarten.
Sollte ein
totes Jungtier im Nest gefunden werden, nimmt man es sofort heraus, jedoch
besorgt die Häsin es meistens schon selbst. Wird das tote Tier aber nicht aus
dem Nest entfernt, so frist es die Häsin auf.
Höchst
bedenklich ist es, wenn die Häsin oft oder gar säugen will. Da das Gesäuge
aber stark geschwollen und entzündet ist, können die Jungtiere nicht
durchsaugen oder oder sie sind bereits tot. Bei Euterentzündungen kühle man
mit essigsaurer Tonerde oder Bleiwasser. Eiterbeulen öffnet man vorsichtig an
der tiefsten Stelle, damit der Eiter abfließen kann.
Aus
Karl Weißenberger Band 2
|
|
 |
|

|

|

|
Wammenlos
|
Wammenansatz
|
Einfache
Wamme
|
|
|
|
|

|

|

|
| Doppelwamme |
Schiefe
Wamme |
Zottelwamme |
|
|
|