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Einige Kaninchenzüchtervereine, allerdings nur wenige, können schon auf ein über Hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Die Organisation der Kaninchenzucht ist daher noch relativ jung und hat trotzdem eine reihe Grundlegender Änderungen in der Entwicklung erfahren. Nach dem deutsch/französischen Krieg 1870/71 brachten die heimkehrenden Soldaten Kaninchen der verschiedensten Rassen mit, deren Weiterzüchtung zwangsläufig zur Bildung von Interessengruppen - Vereinen - führte. Es gab die unterschiedlichsten provinziellen Verbände und Organisationen, die allerdings nach 1933 zu einer einzigen Organisation zwangsweise zusammengeführt wurden. Nach 1945 bildeten sich innerhalb Deutschlands, bedingt durch die politischen Gegebenheiten, zwei voneinander unabhängige Verbände, die anfangs noch einen gemeinsamen Standard hatten. Im westlichen Deutschland bestand der Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter e.V., während in der DDR zuletzt der Verband der Kleingärtner und Siedler ( VKSK ) bis zur Wiedervereinigung bestand. Nach der Wiedervereinigung sind beide Verbände wieder innerhalb des Zentralverbandes vereinigt und haben heute einen Mitgliederbestand von annähernd 200 000. Der Zentralverband Deutscher Kaninchenzüchter e.V. ( ZDK ) gliedert sich in 20 Landesverbände, die sich zum großen Teil an den seit Generationen geprägten Landesgrenzen orientieren. So existieren z.B. in Nordrhein - Westfalen der Landesverband Rheinischer Kaninchenzüchter und der Landesverband Westfälisch - Lippischer Kaninchenzüchter. Der nach 1945 von der Rheinprovinz zwangsweise abgeschnittene Südrhein hat sich wiederum zu einem Landesverband Rheinland - Nassau zusammengefunden. Innerhalb der 20 Landesverbände bestehen über 300 Kreis - und Bezirksverbände, die sich wiederum in über 7 000 Kaninchenzüchter oder Kleintierzüchtervereine untergliedern. Der ZDK ist der einzige Züchterverband innerhalb Deutschlands und zugleich auch der weltgrößte, der sich planmäßig mit der Züchtung und dem Erhalt der Zucht des Kaninchens befasst. Bereits 1938 haben sich Kleintierzüchter Europas zu einem europäischen Verband zusammengeschlossen, dem Europäischen Verband für Geflügel -, Tauben- und Kaninchenzucht. Diesem Verband ist der ZDK angeschlossen und dort auch maßgeblich tätig. Vornehmliche Aufgabe des ZDK ist die planmäßige Züchtung von Kaninchen nach festgelegten Zielen. Über 170 Rassen und Farbenschläge sind in einem Rassestandard des ZDK zusammengefasst. Dieser Rassestandard bildet die praktische Grundlage für die Zuchtwahl. Nur die darin aufgeführten Rassen dürfen innerhalb der Vereine gezüchtet und auch entsprechend gekennzeichnet werden. Für die Kennzeichnung hat jeder Landesverband einen bestimmten Buchstaben, der zusammen mit einer Kennziffer das unverwechselbare Geschäftszeichen eines Kaninchenzüchtervereins innerhalb Deutschlands ist. |
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